Pressemitteilung
30.8.2012

Kapferer eröffnet Konferenz zu ausländischen Kapazitätsmechanismen im Bundeswirtschaftsministerium

Gaskraftanlage in Wiesbaden, Quelle: istockphoto.com/Harald Lüder
© istockphoto.com/Harald Lüder

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Stefan Kapferer, hat heute eine gemeinsame Konferenz des BMWi und der Deutschen Energieagentur (dena) zum Thema "Capacity Mechanisms: Experiences in various European Countries" im BMWi eröffnet. Da immer mehr Erneuerbare vorrangig ins Stromnetz eingespeist werden, drohen zukünftig die Investitionsanreize in hocheffiziente fossile Kraftwerke zu sinken. Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist es deshalb, die unterschiedlichen Mechanismen zur Sicherung hinreichender Kraftwerkskapazitäten zu diskutieren und sich über die Erfahrungen in den europäischen Nachbarländern auszutauschen.

Staatssekretär Kapferer: "Eine sichere Stromversorgung ist für unseren Industriestandort Deutschland überlebenswichtig. Um diese auch bei einem stetig wachsenden Anteil Erneuerbarer Energien weiterhin gewährleisten zu können, müssen wir den Ausbau der Netze und die Integration der Erneuerbaren vorantreiben. Wir sollten nicht gegen den Markt arbeiten, sondern ihn effizient nutzen. Gleichzeitig gilt es, das Potenzial des europäischen grenzüberschreitenden Stromhandels auszuschöpfen. Hingegen sollten Kapazitätsmechanismen als Anreiz für Investitionen in die dringend benötigten fossilen Kraftwerke nur ultima ratio sein. Denn sie stellen einen tiefen Eingriff in den Markt dar und sind, falsch organisiert, ineffizient. Ich freue mich daher, dass einige unserer Nachbarstaaten heute ihre Erfahrungen mit Kapazitätsmechanismen mit uns teilen."

Auf der Konferenz stellen Expertinnen und Experten aus Großbritannien, Frankreich, Schweden und Österreich ihre Sicht auf Kapazitätsmechanismen vor. Daneben sind auch Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission und der Internationalen Energieagentur mit eigenen Beiträgen beteiligt. Das Kraftwerksforum beim BMWi, das bereits im Frühjahr einen umfassenden Dialog mit Ländern und Verbänden zu Kapazitätsmärkten gestartet hat, wird dieses Thema weiter untersuchen und auf seiner nächsten Sitzung im Herbst eine erste Bilanz ziehen.

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