Pressemitteilung
2.10.2012

Staatssekretär Burgbacher startet BMWi-Technologieprogramm "AUTONOMIK für Industrie 4.0"

Roboter in Autofabrik; istockphoto.com
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Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, hat heute in Berlin den Startschuss für das neue Technologieprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) "AUTONOMIK für Industrie 4.0" gegeben. Ziel ist es, mit Hilfe des Einsatzes moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) Fertigungsprozesse in der Industrie energie-, umwelt- und materialschonender zu gestalten. Darüber hinaus sollen hoch flexible Produktionsinfrastrukturen geschaffen werden, um dem Wunsch von Anwendern und Konsumenten nach individualisierten Produkten gerecht werden zu können.

Staatssekretär Burgbacher: "Bedeutende Innovationen, hohe Ingenieurskunst und hervorragende Produktqualität machen den Erfolg der deutschen Wirtschaft und ihre Wettbewerbsfähigkeit aus. Deutschland wird gerade wegen dieser Eigenschaften als leistungsfähiger Produktionsstandort international anerkannt. Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien nehmen dabei eine immer größere Bedeutung ein. Sie haben sich in den vergangenen Jahren zum entscheidenden Innovationstreiber in nahezu allen Industriebranchen entwickelt und bieten vor allem auch beim Einsatz in der industriellen Fertigung zusätzliches Wachstums- und Beschäftigungspotenzial. Unser Ziel ist es, die neuen Technologien noch stärker mit der industriellen Produktion zu verzahnen, um genau dieses Potenzial zu heben. Mit dem neuen Technologieprogramm setzen wir die hierfür notwendigen Anreize."

Darüber hinaus soll in "AUTONOMIK für Industrie 4.0" die Entwicklung innovativer Produkte für Anwender und Konsumenten angestoßen werden. Durch IKT gestützte Produktionsmethoden und Baukastenmodelle sollen neuartige und leistungsfähige Produkte zu marktfähigen Preisen entwickelt und angeboten werden können. Die Vorstellungen reichen von autonomen Service Robotern im industriellen Dienstleistungsbereich bis zum elektronischen Butler zu Hause oder in der Pflege. Technologisch bedeutsame Fragestellungen, die in dem neuen Programm adressiert werden, betreffen u.a. innovative Methoden der Mensch-Technik-Interaktion, die Nutzung von 3D-Technologien in industriellen Anwendungen und Fähigkeiten von Systemen zum eigenständigen Handeln.

Das BMWi stellt im Rahmen des Technologieprogramms Fördermittel für Forschung und Entwicklung in Höhe von insgesamt bis zu 40 Mio. Euro zur Verfügung. Sie sollen Eigenmittel der Wirtschaft in gleicher Höhe mobilisieren. Insgesamt können so rund 80 Mio. Euro an Forschungsmitteln in diesem Bereich zum Einsatz kommen.

Die Auswahl der Fördervorhaben bei "AUTONOMIK für Industrie 4.0" erfolgt im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs, der ab sofort allen interessierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen offen steht. Projektvorschläge können bis zum 8. Februar 2013 eingereicht werden. Die Teilnahmebedingungen und weitere detaillierte Informationen sind im Internet unter www.autonomik40.de verfügbar.

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