Pressemitteilung
5.10.2012

Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im August 2012

Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang in der Industrie; Quelle: Monty Rakusen/cultura/Corbis
© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge [1] im August preis-, kalender- und saisonbereinigt [2] gegenüber dem Vormonat um 1,3 % zurückgegangen. Im Monat zuvor hatte das Ordervolumen abwärts revidiert um 0,3 % zugenommen. Der Umfang an Großaufträgen war im August deutlich unterdurchschnittlich. Der Nachfragerückgang war auf die schwache Inlandsnachfrage zurückzuführen, die mit einem Minus von 3,0 % zu Buche schlug. Das Volumen der Auslandsaufträge blieb unverändert (0,0 %). Die Hersteller von Investitionsgütern meldeten einen deutlichen Auftragsrückgang um 3,0 %. Dagegen konnten die Vorleistungsgüterproduzenten einen Orderzuwachs um 1,3 % verbuchen. Bei den Produzenten von Konsumgütern schwächte sich die Nachfrage um 0,7 % ab. 

Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni nahmen die Auftragseingänge in der Industrie um 1,2 % ab. Dies war vor allem auf den Rückgang der Inlandsbestellungen zurückzuführen, die um 1,6 % abnahmen. Die Auftragseingänge aus dem Ausland gingen um 0,8 % zurück. Ein merkliches Auftragsminus im Bereich der Hauptgruppen verzeichneten die Hersteller von Investitionsgütern mit -1,7 %. Die Vorleistungs- und die Konsumgüterproduzenten meldeten Auftragsrückgänge von 0,4 % bzw. 1,2 %. 

Ihren Vorjahresstand unterschritten die Industrieaufträge im Juli/August arbeitstäglich bereinigt um 4,7 %. Die Bestellungen aus dem Inland notierten dabei um 7,2 % und die Auslandsnachfrage um 2,5 % niedriger.

In einem insgesamt schwächeren konjunkturellen Umfeld hat sich auch die Bestelltätigkeit in der deutschen Industrie wie zu erwarten abgeschwächt. Gleichwohl zeichnet sich ein stärkerer Rückgang der ökonomischen Aktivität derzeit nicht ab. Dies signalisiert unter anderem die zuletzt wieder freundlichere Stimmung bei den Industrieunternehmen. Die Industriekonjunktur dürfte sich vorerst allerdings nur recht zurückhaltend entwickeln.

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[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.