5.3.2013

CeBIT 2013 - digitalisieren_vernetzen_gründen

Vom 5. bis 9. März 2013 in Hannover; Halle 9, Stand G50

Logo der CeBIT
© Deutsche Messe

Die CeBIT ist die weltweit größte Messe für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Sie fand vom 5. bis 9. März 2013 in Hannover statt. Das Motto der CeBIT 2013 war "Shareconomy", also das Teilen und gemeinsame Nutzen von Wissen, Ressourcen und Erfahrungen. Partnerland der CeBIT 2013 war Polen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) war der größte Aussteller in der CeBIT lab in Halle 9. Das BMWi zeigte Innovationen zu Cloud Computing, Green IT, Elektromobilität, IT-Sicherheit und Breitband. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, und weitere Mitglieder der Leitung des BMWi haben die CeBIT besuchen.

Auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie präsentierten sich Unternehmen und Institutionen, deren Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert werden.

Schwerpunktthemen des BMWi

Mit folgenden Themenschwerpunkten präsentiert sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie auf der CeBIT 2013:

IT2Green
Energieffiziente IKT für Mittelstand, Verwaltung und Wohnen
Das Technologieprogramm IT2Green zielt darauf, einem zu erwartenden steigenden Stromverbrauch von IKT zu begegnen, der eintritt, weil immer mehr Menschen Computer, Mobiltelefone, internetbasierte Dienste und hochauflösendes Video sowie TV intensiv nutzen. Untersuchungen zeigen, dass sich netzbasierte Dienste und IKT-Infrastrukturen zu einem Strom-Großverbraucher entwickeln.

In zehn Vorhaben wurden energieeffiziente Lösungen in den drei Bereichen "Telekommunikationsnetze", "Rechenzentren und Clouds" sowie "Monitoring und Management" entwickelt. Der Schwerpunkt lag auf Anwendungen in der mittelständischen Wirtschaft, in der öffentlichen Verwaltung und im Bereich Wohnen. In der Kombination von Technik, Anwendung und Nutzerverhalten sollen ganzheitliche Systemansätze entwickelt, erforscht und evaluiert werden.

Task Force - "IT-Sicherheit in der Wirtschaft"
Die Task Force "IT-Sicherheit in der Wirtschaft" ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, die gemeinsam mit IT-Sicherheitsexperten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung vor allem kleine und mittelständische Unternehmen für IT-Sicherheit sensibilisieren und dabei unterstützen will, die Sicherheit der eingesetzten IKT-Systeme zu verbessern. Die Task Force bot auf der CeBIT neben vielen praktischen Informationen, am 6. März 2013 geführte Messerundgänge zum Thema IT-Sicherheit für kleine und mittelständische Unternehmen an.

Breitband
Die Aufgabe: Flächendeckende Versorgung mit High-Speed-Internet
Leistungsfähige Breitbandnetze zum schnellen Informations- und Wissensaustausch sind eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung. Die Breitbandstrategie der Bundesregierung verfolgt deshalb das Ziel, schnell möglichst flächendeckend eine hochleistungsfähige Breitbandversorgung verfügbar zu machen.

Der Weg: Synergien nutzen
Der Aufbau von Hochleistungsnetzen erfordert Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe. Neben der Förderung von Modellprojekten setzt das BMWi dabei auf den wettbewerbsgetriebenen Mix von Technologien und Anbietern. Gleichzeitig werden beim Breitbandausbau möglichst vielfältige Synergien mit anderen Infrastrukturen genutzt und der Einsatz marktüblicher Finanzierungsinstrumente in den Fokus gestellt.

Die Leistung: Beratung und Vernetzung verstärken
Dem im Auftrag des BMWi arbeitenden Breitbandbüro des Bundes kommt als Kompetenzzentrum mit einem umfangreichen Aufgabenspektrum die Funktion einer zentralen Informationsdrehscheibe und Beratungsinstanz für Länder, Kommunen und Verbänden zu. Dessen wichtigsten Leistungen bestehen in der effizienten Vernetzung und verantwortungsbezogenen Koordinierung aller Akteure, im Know-how-Transfer zu Technologien, Finanzierung und Synergien sowie in der Bereitstellung und Verbreitung von Best Practices und Erfahrungsberichten über regionale Grenzen hinweg.

Breitbandbüro des Bundes:
Telefon: 030 60404060
E-Mail: kontakt@breitbandbuero.de

Trusted Cloud
IT-Ressourcen aus der Wolke
Cloud Computing ist einer der wichtigsten Wachstumstreiber der IT-Branche. Damit können Unternehmen aktuelle Software, Rechenleistung und Speicherplatz direkt über das Internet beziehen. Cloud Computing eröffnet dadurch vielfältige Möglichkeiten für Unternehmen aller Branchen. Mittelständische Firmen können auf innovative Technologien zugreifen, die bislang vor allem großen Unternehmen vorbehalten waren. Sie müssen nicht mehr selbst in eine IT-Infrastruktur investieren, da sie alle Ressourcen von einem professionellen IT-Anbieter quasi mieten können. Gezahlt wird verbrauchsabhängig nur für die tatsächlich benötigten Leistungen. Gleichzeitig können die Mitarbeiter bequem auch mobil auf ihre Daten zugreifen. Weiterhin können durch Cloud Computing ganz neue Geschäftsmodelle und innovative Produkte entstehen.

Cloud Computing - Made in Germany
Das Technologieprogramm Trusted Cloud des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie fördert die Entwicklung und Erprobung innovativer, sicherer und rechtskonformer Cloud Computing-Lösungen. Im Rahmen von 14 Projekten werden grundlegende Technologien sowie Cloud-Anwendungen für unterschiedliche Branchen entwickelt, insbesondere für Industrie, Handwerk, den Gesundheitssektor und den öffentlichen Sektor. Damit soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft sowie der eingebundenen Wissenschaft in Deutschland verbessert und die Standortattraktivität gesteigert werden.

An dem Programm beteiligten sich insgesamt 36 Unternehmen unterschiedlichster Branchen, 27 wissenschaftliche Einrichtungen und vier weitere Institutionen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben im September 2011 begonnen und werden bis Anfang 2015 laufen. Das Technologieprogramm Trusted Cloud ist der zentrale Beitrag des BMWi zur Umsetzung des Aktionsprogramms Cloud Computing.

E-Energy
Smart Grids: Intelligente Netze
Eine stetig steigende Nachfrage nach Energie, knappe Rohstoffe, liberalisierte Märkte und der Klimawandel stellen das System der Energieversorgung vor große Herausforderungen. Gesucht sind neue Lösungen, die auch in Zukunft ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit garantieren und zugleich den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen sicherstellen.

Ein Schwerpunkt des Energiekonzepts der Bundesregierung ist deshalb der Um- und Ausbau der Stromnetze in Deutschland. Den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Damit können intelligente Energieversorgungssysteme, so genannte "Smart Grids", aufgebaut werden - diese verbinden dezentral betriebene Erzeugungsanlagen sinnvoll mit den Stromverbrauchern in Privathaushalten und der Wirtschaft.

E-Energy: Energiesystem der Zukunft
In Deutschland werden die Smart Grid-Aktivitäten unter dem Dach der Förderinitiative "E-Energy - IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" gebündelt. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Partnerschaft mit dem Bundesumweltministerium. In sechs Modellregionen werden Schlüsseltechnologien und Geschäftsmodelle für ein "Internet der Energie" entwickelt und erprobt. Das BMWi fördert vier Modellregionen und stellt dafür bis zu 40 Millionen Euro bereit. Weitere 20 Millionen Euro finanziert das Bundesumweltministerium. Hinzu kommen Eigenmittel der Projektkonsortien. Insgesamt wurden damit im Zeitraum 2008 bis 2012 140 Millionen Euro für E-Energy mobilisiert.

IKT für Elektromobilität II: Smart Car - Smart Grid - Smart Traffic
IKT für Elektromobilität II ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, das moderne Informations- und Kommunikationstechnologien als kritischen Erfolgsfaktor der Elektromobilität in den Mittelpunkt seiner Forschungsarbeiten stellt.

Im Themenbereich "Smart Car" sollen neue IKT-Architekturen für Elektroautos entwickelt und erprobt werden, die helfen, Gewicht und Kosten künftiger Elektrofahrzeuge zu reduzieren und neue Entertainment-, Komfort- und Sicherheitsfunktionen zu ermöglichen.

Im Themenbereich "Smart Grid" steht die intelligente Einbindung von Elektrofahrzeugen in das Energieversorgungssystem im Vordergrund. Ziel ist es, Elektrofahrzeuge netz-verträglich zu laden und das Potenzial Erneuerbarer Energien auszuschöpfen. Zu diesem Zweck werden Konzepte für das gesteuerte Laden und Rückspeisen von Elektrofahrzeugen sowie für einen einheitlichen Zugang zur Ladeinfrastruktur entwickelt und erprobt.

Im Themenbereich "Smart Traffic" ging es um die Einbindung von Elektrofahrzeugen in künftige Verkehrsinfrastrukturen. Ziel ist zum Beispiel der Austausch von aktuellen Verkehrslagedaten über standardisierte Schnittstellen zur Entzerrung von Verkehrssituationen, zur Reichweitenoptimierung von Elektrofahrzeugen und zur Steuerung von Flotten.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 130 Mio. Euro in derzeit 15 Förderprojekten entstehen prototypische und wirtschaftliche Lösungen, die in umfassenden Feldversuchen getestet werden. IKT für Elektromobilität ist Bestandteil des Regierungsprogramms Elektromobilität und der IKT-Strategie der Bundesregierung "Deutschland Digital 2015".

FeRD - neuer Standard für elektronische Rechnungen
Der neue Standard, der den digitalen Rechnungsaustausch gerade auch für die kleinen und mittleren Unternehmen erleichtert, wurde vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) erarbeitet.

Das neue FeRD-Rechnungsformat erlaubt es, Rechnungsdaten in strukturierter Weise in einer Datei zu übermitteln und diese ohne weitere Schritte auszulesen und zu verarbeiten. Es wurde von Unternehmen aus der Automobilindustrie, dem Einzelhandel, dem Bankensektor, der Software-Industrie, aber auch vom öffentlichen Sektor erarbeitet. Grundlage für das FeRD-Rechnungsformat sind anerkannte internationale Standards. Das neue Format kann auch im grenzüberschreitenden europäischen und internationalen Rechnungsverkehr verwendet werden.

FeRD ist die nationale Plattform von Verbänden, Ministerien und Unternehmen zur Förderung der elektronischen Rechnung in Deutschland. Das Forum wurde unter dem Dach der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung (AWV) gegründet.

Die elektronische Rechnung wurde auf dem Stand des BMWis vorgestellt.

Geschäftsstelle der Kommission für Geoinformationswirtschaft

In der Kommission für Geoinformationswirtschaft des Bundeswirtschaftsministeriums (GIW-Kommission) setzen Wirtschaft und Behörden partnerschaftlich Projekte mit dem Ziel um, das enorme Marktpotenzial der staatlichen Geoinformationen zu erschließen und die Rahmenbedingungen (Lizenzierung, Datenschutz, Preismodelle) zu optimieren. Arbeitsplätze sollen gesichert und geschaffen, der Wirtschaftsstandort Deutschland gestärkt werden (www.GeoBusiness.org).

Unter www.GeoLizenz.org bietet die GIW-Kommission ein einfaches, bundesweit einheitliches Lizenzmodell mit nur acht Varianten für alle Fälle an. Mit dieser Web-Applikation wird eine medienbruchfreie Lizenzierung von Web-Diensten ermöglicht, mit der sich verschiedene Nutzergruppen im öffentlichen, im nicht öffentlichen Sektor oder auch die kommerzielle und nicht kommerzielle Weiterverarbeitung regeln lassen.

Ein weiteres zentrales Thema der GIW-Kommission ist das Thema Datenschutz. Die Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder und die "TaskForce GeoBusinessDatenschutz" arbeiten gemeinsam an einer Selbstverpflichtungserklärung im GeoBusiness (GeoBusiness Code of Conduct/CoC). Der GeoBusiness CoC soll den Unternehmen zu einer einfacheren, standardisierten und rechtssichereren Nutzung von Geoinformationen mit Datenschutzrelevanz verhelfen. Der GeoBusiness CoC wird ebenfalls als Web-Applikation aufgesetzt.

Am Mittwoch, 06.03.2013 um 10:00 Uhr nahmen Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung das Geschäftsfeld Geodaten unter die Lupe. Die Veranstaltung fand im CeBIT lab talk in Halle 9, Stand J50 statt.

Die Geschäftsstelle der Kommission für Geoinformationswirtschaft präsentierte am Mittwoch, 06.03.2013 um 16:00 Uhr und am Freitag, 08.03.2013 um 10:00 Uhr live auf der CeBIT im Forum des BMWi in Halle 9, Stand G50 die Web-App www.GeoLizenz.org.

Weitere Themen und Termine der GIW-Kommission unter www.DataBusinessEvents.org.

Kontakt:

Kommission für Geoinformationswirtschaft
- Geschäftsstelle -
Tel. 0511 643-2997
E-Mail: Kontakt@GeoBusiness.org

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