Auslandsmarkterschließung für kleine und mittlere Unternehmen
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat seine Angebote zur Auslandsmarkterschließung neu geordnet und stärker thematisch gebündelt. So wurden u. a. die bisherigen Programme "Förderung des Auslandsengagements ostdeutscher Unternehmen", "Förderung von außenwirtschaftlichen Markterkundungsmaßnahmen kleiner und mittelständischer Unternehmen" und die "Kooperationsförderung wissensintensiver und unternehmensbezogener Dienstleistungen" in ein neues, gemeinsames Programm "Maßnahmen zur Erschließung von Auslandsmärkten für kleine und mittlere Unternehmen des produzierenden Gewerbes und für Dienstleister" zusammengeführt, das im Januar 2012 gestartet ist.
Neben dieser allgemeinen Auslandsmarkterschließung für kleine und mittlere Unternehmen sind derzeit Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Gesundheitswirtschaft und Sicherheitstechnologie weitere Themenschwerpunkte, die mit Projektangeboten den Markteintritt von deutschen Unternehmen im Ausland unterstützen sollen. Zu diesem Zweck wurde ein einheitliches Modulsystem mit Grundangeboten geschaffen, das individuell auf die verschiedenen Exportförderaktivitäten des BMWi anwendbar und für interessierte Unternehmen nutzbar ist. Dazu gehören Messebeteiligungen im In- und Ausland, Markterkundungs- bzw. Markterschließungsprojekte deutscher Unternehmen ins Ausland sowie Informationsveranstaltungen zu den verschiedensten Zielmärkten und Themenschwerpunkten in Deutschland. Daneben werden u. a. von den Exportinitiativen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Gesundheitswirtschaft weitere, gesonderte Projekte angeboten.
Managerfortbildungsprogramm
Das Managerfortbildungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist ein Element der deutschen Außenwirtschaftspolitik. Seit 1998 richtet es sich branchenübergreifend an junge Fach- und Führungskräfte kleiner und mittlerer Unternehmen im Ausland. Mit den bisher 14 beteiligten Partnerländern wurden eigens dafür bilaterale Erklärungen abgeschlossen. Ägypten ist seit Dezember 2011 der jüngste "Teilnehmer" im Programm.
Insgesamt haben bisher über 7.000 Führungskräfte aus Unternehmen mit Außenwirtschaftspotential das Programm absolviert. Im Durchschnitt hat eine Gruppe von 20 Teilnehmern Kontakt zu 60 deutschen, vorwiegend mittelständischen Unternehmen. Seit 2006 haben auch deutsche Führungskräfte die Möglichkeit, eine Fortbildung in der Russischen Föderation vorzunehmen. Seit April 2012 gibt es diese Möglichkeit auch für China. Das Programm bietet den beteiligten Partnern Zugang zum jeweils anderen Markt - eine Win-Win Situation.
Politisch verantwortlich für das Programm ist das BMWi. Die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH ist mit der Koordinierung beauftragt. Die unmittelbare Durchführung obliegt elf wirtschaftsnahen Bildungskonsortien, die sich in einer Ausschreibung qualifizieren konnten.
Partnerländer | Beteiligte Unternehmen (bis Juli 2012) |
Russland | 4.680 |
Ukraine | 691 |
Kasachstan | 361 |
Usbekistan | 245 |
Belarus | 241 |
Vietnam | 180 |
China | 153 |
| Kirgisistan | 118 |
Mongolei | 121 |
| Aserbaidschan | 111 |
| Indien | 128 |
Moldau | 108 |
| Turkmenistan | 80 |
| Ägypten | 18 |
| Programm: "Fit für das Russlandgeschäft" | 239 |
Unternehmen insgesamt | 7.474 |
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