G20 - Digitalisierung global gestalten

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Die Digitalisierung ist ein Treiber der Globalisierung. Jeder zweite Bürger der Welt ist online; kaum ein Unternehmen kommt heute ohne Internet aus. Integrierte Wertschöpfungsketten, Industrie 4.0, digitaler Handel, soziale Netzwerke und Plattformen lassen die Welt noch enger zusammenrücken.

Am 1. Dezember 2016 hat Deutschland die G20-Präsidentschaft übernommen. Die Digitalisierung als wichtiges Element für ein starkes, nachhaltiges, ausgewogenes und inklusives Wachstum der Weltwirtschaft wird eines der zentralen Themen sein. Erstmalig wird es ein Treffen der G20-Digititalminister zum Thema "Digitalisation: Policies for a Digital Future" geben - am 6. und 7. April 2017 in Düsseldorf.

Um die Chancen der Digitalisierung für alle Menschen bestmöglich zu nutzen, ist ein gemeinsamer internationaler Handlungsrahmen erforderlich. Die Ziele des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Gestaltung der Digitalisierung sind Transparenz, Rechtssicherheit und ein fairer Wettbewerbsrahmen im Internet, Datensouveränität und Harmonisierung von Normen und Standards für Industrie 4.0 und die Förderung digitaler Bildung.

Anknüpfend an die chinesische Präsidentschaft wird eine Task Force für Digital Economy ins Leben gerufen und gemeinsam mit der OECD ein Arbeitsprogramm zur Identifizierung der digitalpolitischen Kernfelder der näheren Zukunft entwickelt, um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale der Digitalisierung in den nächsten Jahren voll auszuschöpfen.

Im Vorfeld des Treffens der G20-Digitalminister führte die OECD gemeinsam mit dem BMWi am 12. Januar 2017 in Berlin die Konferenz "Key Issues for Digital Transformation in the G20" durch. Die Ergebnisse der Konferenz fließen in das Treffen der G20-Digitalminister ein.

Die Digitalminister der G20 und der eingeladenen Gastländer (Spanien, Norwegen, Niederlande und Singapur) werden sich mit drei zentralen Themenfeldern beschäftigen:

1. Digitalisierung global gestalten - Potenziale für Wachstum und Beschäftigung ausschöpfen

Die digitale Transformation geht mit großen Chancen, aber auch mit Herausforderungen einher, denen sich die G20 gemeinsam stellen wollen. Wichtig ist, die Digitalisierung zu nutzen, um weltweit Wachstum zu fördern. Bestehende Barrieren müssen identifiziert und Lösungsansätze für die kommenden Jahre entwickelt werden.

2. Industrielle Wertschöpfung digital vernetzen - Normen und Standards international voranbringen

Die Industrie des 21. Jahrhunderts agiert global; die Unternehmen sind über das Internet weltweit vernetzt. International harmonisierte Normen und Standards werden dringend benötigt, um Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen zu ermöglichen.

3. Transparenz schaffen - Vertrauen in der digitalen Welt stärken

Vertrauen und Transparenz sind sowohl auf Seiten der Verbraucher, als auch auf Seiten der Unternehmer Grundvoraussetzungen für die volle Ausnutzug der Potenziale der Digitalisierung und des Internets.