Offshore-Windenergie: Wie der Strom vom Meer bis an den Bodensee gelangt
- Mittelweg zwischen Vision und Pragmatismus
- Europa führt weltweite Rangliste an
- Verlässliche Partnerschaft: die Nordsee-Offshore-Initiative
- Sicher planen und den Ausbau beschleunigen
- Energiespeicher: BMWi setzt in Forschung und Entwicklung auf Effizienz
- Raus aus dem Windschatten - Was die Windenergie bereits heute leistet
Verlässliche Partnerschaft: die Nordsee-Offshore-Initiative
Am 7.12.2009 haben Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, die Niederlande und Schweden mit Unterzeichnung einer politischen Erklärung die Nordsee-Offshore-Initiative (North Seas Countries' Offshore Grid Initiative, NSCOGI) ins Leben gerufen. Kurz darauf ist auch Norwegen der Initiative beigetreten. Mit dem Memorandum of Understanding vom 3.12.2010 haben die Teilnehmerstaaten und die Europäische Kommission die Zusammenarbeit und den Arbeitsprozess näher geregelt. Im Rahmen der Initiative arbeiten die Teilnehmerstaaten gemeinsam mit der Europäischen Kommission zusammen, um die Netzanbindung von Offshore-Anlagen und die grenzüberschreitenden Offshore-Netzinfrastruktur in der Nordsee koordiniert weiterzuentwickeln. Im Dezember 2012 wurden die ersten Ergebnisse der zweijährigen Arbeit der Öffentlichkeit vorgestellt.
Ressourcen bündeln
Mit der Nordsee-Offshore-Initiative sollen vor allem die Ressourcen der unterschiedlichen Teilnehmerstaaten gebündelt und so effizienter genutzt werden. Zudem lassen sich viele rechtliche und politische Fragen im Zusammenhang mit der Offshore-Netzanbindung nur international klären. Dies gilt etwa für Fragen des internationalen Stromhandels oder Belange von Schifffahrt und Umweltschutz. Und nur international friktionslose Rahmenbedingungen gestatten die bestmögliche Nutzung der Nordsee für Offshore-Erzeugung und Offshore-Netzinfrastruktur. Auf deutscher Seite koordiniert das BMWi die Aktivitäten im Rahmen der Initiative.
Wirtschaftlichkeit sicherstellen
Die Entwicklung und der Ausbau der Windenergie auf dem Meer können dabei nur schrittweise mit den neuesten Technologien und auf wirtschaftliche Weise gelingen. Dazu sind die Kräfte der politischen und wirtschaftlichen Akteure auf internationaler Ebene zu bündeln, um möglichst rasch heraus zu finden, wie eine Offshore-Netzinfrastruktur im Nordseegebiet auf effiziente Weise bereit gestellt werden kann.
Hindernisse abbauen
Im Vordergrund der Arbeit stehen insbesondere die Analyse der technischen Ausgestaltung eines Nordsee-Offshore-Netzes, der bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen und der Planungs- und Genehmigungsverfahren und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen. Damit sollen mögliche Hindernisse für den koordinierten Ausbau der grenzüberschreitenden Offshore-Netzinfrastruktur in der Nordsee identifiziert und möglichst beseitigt werden.
Die Arbeit der Nordsee-Offshore-Initiative wird organisatorisch vom Benelux Sekretariat unterstützt. Weitere Informationen zur Arbeit sind auf den Internetseiten des Benelux Sekretariats abrufbar.