Exportorientierte Industrie
Deutschland zählt zu den weltweit führenden Warenexportnationen; nur das ungleich bevölkerungsreichere China und die USA verkaufen 2011 mehr Waren ins Ausland. Im Jahr 2012 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1097,3 Mrd. Euro ausgeführt (+3,4 % gegenüber 2011). Der dabei erzielte Ausfuhrüberschuss belief sich auf 188,1 Mrd. Euro.
Die weltweit bedeutendsten Warenexport- und -importnationen 2011
(Anteil am weltweiten Warenhandel in Prozent)
| Exporte | Importe | |
| China | 10,4 | 9,5 |
| USA | 8,1 | 12,3 |
| Deutschland | 8,1 | 6,8 |
| Japan | 4,5 | 4,6 |
| Niederlande | 3,6 | 3,2 |
| Frankreich | 3,3 | 3,9 |
| Korea, Rep. | 3,0 | 3,2 |
| Italien | 2,9 | 3,0 |
| Russland | 2,9 | 1,8 |
| Belgien | 2,6 | 2,5 |
| Großbritannien | 2,6 | 3,5 |
Quelle: WTO
Der Anteil der Warenausfuhren am gesamten deutschen Auslandsgeschäft lag im Jahr 2011 bei 86 %. Diese Exportstärke ist Ausdruck der Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie. Die seit 1995 deutlich gestiegenen Ausfuhrquoten der bedeutendsten Exportbranchen sind ein signifikanter Beleg für die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrieunternehmen: So haben sich die Exportquoten des Maschinenbaus zwischen 1995 und 2012 von 42,7 % auf 61,8 %, die der Chemischen/Pharmazeutischen Industrie von 41,6 % auf 61,4 %, die der Kfz-Industrie von 47,7 % auf 64,1 % und die der Elektroindustrie von 35,4 % auf 51,6 % erhöht.