Ländlicher Raum

Berge mit Wald symbolisieren den Tourismus im ländlichen Raum; Quelle: istockphoto.com/JackJelly
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Der Deutschlandtourismus boomt. 2013 wurde mit 411 Millionen Gästeübernachtungen erneut eine neue Rekordmarke erreicht. Allerdings zieht es die Touristen in erster Linie in die großen Städte. Die ländlichen Regionen hinken beim Wachstum hinterher. Gerade in den häufig strukturschwachen ländlichen Räumen hat der Tourismus jedoch eine besondere Bedeutung für Arbeitsplätze und Einkommen.

Im Zuge der Internationalen Tourismusbörse 2014 hat die Beauftragte der Bundesregierung für den Tourismus und Parlamentarische Staatssekretärin, Iris Gleicke, die Bedeutung der weniger bekannten Regionen in Deutschland für den Tourismus betont: "Deutschland hat Reisenden viel zu bieten, das gilt für den seit Jahren boomenden Städtetourismus gleichermaßen wir für die ländlichen Regionen, die bislang noch weniger im Fokus ausländischer Touristen liegen." Es sei ihr ein besonderes Anliegen, gerade für diese Regionen zu werben.

Projekt: Tourismusperspektiven im ländlichen Raum

Mit dem Projekt "Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen" will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie deshalb in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft dazu beitragen, das touristische Potenzial besser zu nutzen und die ländlichen Räume als attraktives Reiseziel zu bewerben. Das Projekt gibt dabei Hilfestellungen und Anregungen in Form von guten Praxisbeispielen, Schlüsselstrategien, Handlungsempfehlungen und Checklisten.

Die Ergebnisse des Projekts wurden veröffentlicht in dem Leitfaden "Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen - Handlungsempfehlungen zur Förderung des Tourismus in ländlichen Räumen" und in zehn Kurzreports mit Checklisten zu den einzelnen Handlungsfeldern sowie in der Sonderstudie "Freizeitparks, Märkte und Volksfeste".

Zweite Staffel der Roadshow gestartet

Im zweiten Halbjahr 2013 wurden die Projektergebnisse auf einer bundesweiten Roadshow präsentiert und diskutiert. Aufgrund des großen Interesses wird die Roadshow 2014/15 mit zehn weiteren Veranstaltungen fortgesetzt.

Am 23. Oktober 2014 startet die zweite Staffel. Dabei sollen noch stärker die jeweiligen regionalen touristischen Schwerpunkte der Veranstaltungsorte im Mittelpunkt stehen, um den touristischen Akteuren die Handlungsempfehlungen aus dem Projekt möglichst praxisnah vorstellen zu können. Neben Laupheim (Oberschwaben) sind bis Ende Januar 2015 der Westerwald, das Münsterland, der Odenwald, Mecklenburg-Vorpommern, Nordhessen, das Vogtland, das Seenland Oder-Spree, das Berchtesgadener Land und das Saarland weitere Stationen der Roadshow. Hinweise zu Orten und Terminen der einzelnen Veranstaltungen finden Interessierte unter www.tourismus-fuers-land.de.

Das Projekt "Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen" wird im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums vom Deutschen ReiseVerband (DRV) als Projektträger zusammen mit der Unternehmensberatung Project M GmbH und in Kooperation mit dem Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH N.I.T. umgesetzt. Die Projektkoordination liegt in den Händen von Herrn Walter Krombach, Geschäftsführer der Willy Scharnow-Stiftung für Touristik.

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